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pixelwerft klärt auf

Vibe Coding, AI-Pairing & Agentic Coding — wie wir wirklich damit arbeiten

Die Begriffe schwirren durch alle Kanäle, viele schnappen sie auf, kaum jemand weiss, was genau dahintersteckt. Höchste Zeit, reinen Tisch — pardon: klar Deck — zu machen: was die Begriffe bedeuten, wo KI bei uns an Bord kommt und wo bewusst nicht.

Kaum ein Thema macht in der digitalen Werkstatt gerade so viel Wind wie «KI, die Code schreibt». Die Begriffe dazu klingen griffig — Vibe Coding, AI-assisted Development, Agentic Coding — und werden trotzdem munter durcheinandergeworfen.

Uns ist wichtig, dass du als Kundin oder Kunde weisst, was gemeint ist und wie wir damit umgehen. Denn viele Agenturen setzen solche Werkzeuge längst ein — nur reden die wenigsten offen darüber. Wir schon. Also: Leinen los.

Vibe Coding & Good Vibes – Manuel Thaler von der pixelwerft GmbH harkt einen Zen-Garten aus leuchtenden Code-Pfaden; daneben ein Bonsai aus Pixel-Blättern und ein Marienkäfer als augenzwinkerndes Sinnbild fürs Bug-Fixing.

Erst die Begriffe sortieren — Klar Deck

Drei Ausdrücke, drei sehr unterschiedliche Arbeitsweisen:

  • Vibe Coding. Man beschreibt in Alltagssprache, was man will, die KI wirft Code aus — und man schaut kaum hinein, sondern segelt «nach Gefühl». Läuft's, gut; läuft's nicht, beschreibt man das nächste Manöver. Schnell für einen Prototyp, aber niemand am Steuer, der den Code wirklich liest.
  • AI-assisted Development / AI-Pairing. Die KI ist Beifahrerin an der Brücke. Sie schlägt vor, ergänzt, findet Muster — aber die Entwicklerin führt, prüft und entscheidet. Zusammenarbeit, kein Autopilot.
  • Agentic Coding. Die KI arbeitet agentisch: sie führt Werkzeuge aus, ändert Dateien, baut, testet, kann sogar deployen — aber unter Regie und mit Freigabe an den entscheidenden Stellen. Eine Stufe über Vibe Coding, weil hingeschaut und gegengeprüft wird.

Der Merksatz dahinter ist einfach: Vibe Coding heisst «ich schaue nicht hin». AI-Pairing und Agentic Coding heissen «ich führe, die KI macht, wir prüfen gemeinsam». Wir fahren klar den zweiten Kurs.

Randnotiz: «Vibe Coding» ist übrigens ein echter, junger Fachbegriff — kein Marketing-Wort. Er beschreibt genau diesen hands-off-Stil. Die anderen beiden sind die handwerklichen Varianten davon.

Wie wir an Bord damit umgehen

Ganz ehrlich und ohne Nebel: Der Einsatz variiert von Projekt zu Projekt — stark.

Über die Hälfte unserer Projekte hat kaum bis gar keine Berührungspunkte mit KI. Da wird klassisch, von Hand und mit Erfahrung gebaut. Wo KI mitfährt, dann meist als Werkzeug im Maschinenraum — nicht als Kapitän.

Am häufigsten nutzen wir sie für zwei Dinge, die im Alltag chronisch zu kurz kommen:

  • Code-Review. Ein zweites, unermüdliches Augenpaar, das den Code auf Schwachstellen, Ungereimtheiten und Sicherheitslücken abklopft — bevor etwas in See sticht.
  • Dokumentation. Sauber festhalten, wie etwas gebaut ist und warum. Genau die Arbeit, für die früher schlicht die Zeit fehlte — und die Kundschaft oft nicht bereit war zu zahlen.

Das ist der stille, echte Mehrwert: Sorgfalt, die früher aus Budgetgründen über Bord ging, wird wieder bezahlbar. KI-Agenten kosten zwar — aber an der richtigen Stelle holen sie ein Vielfaches an Qualität und Nachvollziehbarkeit herein.

MVP im Handumdrehen — und die Klippen darunter

Heute selbst schnell einen MVP zusammenbauen? Klappt erstaunlich oft ziemlich gut. Das Deck sieht hübsch aus, die Demo läuft.

Unter der Wasserlinie sieht es aber manchmal anders aus: Es werden munter Daten quer durchs Netz geschickt, an Dienste angebunden, gespeichert und weitergereicht. Und damit stehen plötzlich rechtliche und datenschutzrelevante Fragen im Raum — wo liegen die Daten, wer verarbeitet sie, ist das überhaupt zulässig?

Unser dringender Rat: Hier akribisch prüfen, was Sache ist, bevor echte Nutzerdaten ins Spiel kommen. Ein schneller MVP ist kein Freifahrtschein — spätestens im Geschäftsbetrieb wird aus der netten Bastelei bitterer Ernst.

Schuster, bleib bei deinen Leisten

Ja, mit KI lässt sich heute enorm viel erreichen. Aber — und das ist der Kern: Wer eine Applikation oder Website baut, sollte ein grobes Verständnis für die Technik mitbringen. Verstehen, was die Abhängigkeiten sind, wie die Systeme miteinander spielen und welche Sicherheitsaspekte zu beachten sind.

Sonst navigiert man mit vollen Segeln durch unbekanntes Gewässer — und merkt die Untiefe erst, wenn der Kiel schon kratzt.

Vergleichen wir's mit dem «Bäckerstübli»

Stell dir das Bäckerstübli im Dorf vor. Es gibt viele Hobbybäckerinnen und -bäcker, denen ein Zopf, ein Blech Guetzli oder ein paar Gipfeli wunderbar gelingen — öppis Feins aus dem Ofen, und die ganze Familie freut sich am Zvieri.

Öppis anderes wird's, wenn aus dem Hobby ein Gschäft wird. Dann schaut nicht nur das kantonale Lebensmittelinspektorat auf Hygiene und Vorschriften — auch die Kundschaft erwartet Tag für Tag ein Resultat, das sitzt. Ein einziges misslungenes Blech, und der gute Ruf im Dorf hat einen Kratzer.

Genau gleich beim Selfmade-Coden mit KI: Was auf Anhieb glückt und erst mal härzig aussieht, kann einen unterwegs trotzdem auf den falschen Abzweiger führen — technisch nicht fertig gedacht, und schon sind Code oder Benutzerdaten öffentlich, wo sie es nie sein dürften. Der Weg sieht am Anfang breit aus und wird schnell eng.

Unser Kurs

Wir halten es transparent: Wir sagen dir bei jedem Projekt, ob und wo KI mitfährt — und wo wir bewusst von Hand bauen. Wo sie hilft, setzen wir sie gezielt und kontrolliert ein: für mehr Sorgfalt, besseren Code und ehrliche Dokumentation. Wo sie nichts verloren hat, bleibt sie im Hafen.

Und wenn du selbst am Basteln bist oder unsicher, ob dein Kurs sicher ist: Wir beraten gerne, wenn's um genau solche Fragen geht — Abhängigkeiten, Datenschutz, Sicherheit, Tragfähigkeit. Lieber einmal den Lotsen an Bord holen, als auf ein Riff zu laufen.

Unser Résumé passt in zwei Worte: Good Vibes. Nicht das blinde «Vibe Coding», bei dem niemand hinschaut — sondern das gute Gefühl, dass unter Deck alles hält: transparent gebaut, sauber geprüft, seetüchtig. Dafür sorgen wir.

Häufige Fragen

Was ist «Vibe Coding»?

Vibe Coding bezeichnet einen sehr hands-off-Stil: Man beschreibt in natürlicher Sprache, was man will, die KI generiert den Code, und man liest ihn kaum — man geht «nach Gefühl». Schnell für einen Prototyp, aber niemand prüft den Code wirklich. Davon abzugrenzen sind AI-assisted Development (KI als Beifahrerin, Mensch führt und prüft) und Agentic Coding (KI führt Werkzeuge aus, unter Regie und Freigabe).

Nutzt ihr KI in meinem Projekt?

Das variiert stark von Projekt zu Projekt — und wir sagen es dir transparent. Über die Hälfte unserer Projekte hat kaum bis gar keine Berührungspunkte mit KI. Wo sie mitfährt, dann meist als Werkzeug für Code-Review und Dokumentation, nicht als «Autopilot», der die Arbeit übernimmt.

Wird mein Projekt durch KI billiger oder schneller?

Nicht automatisch. KI-Agenten kosten ebenfalls. Ihr echter Mehrwert liegt oft in mehr Sorgfalt — Code-Review und Dokumentation, für die früher die Zeit fehlte und die Kundschaft nicht zahlen wollte. Es ist ein Werkzeug, kein Selbstläufer; Aufwand und Verantwortung bleiben.

Ist mit KI gebauter Code automatisch sicher?

Nein. Sicherheit entsteht nicht durch das Werkzeug, sondern durch Verständnis: für Abhängigkeiten, das Zusammenspiel der Systeme und die Sicherheitsaspekte. Ohne dieses Verständnis kann schnell etwas übersehen werden — im schlimmsten Fall werden Code oder Benutzerdaten öffentlich, die es nie sein sollten.

Kann ich meinen MVP einfach selbst mit KI bauen?

Für einen ersten Prototyp klappt das oft erstaunlich gut. Sobald aber echte Nutzerdaten fliessen, kommen rechtliche und datenschutzrelevante Fragen ins Spiel — wo liegen die Daten, wer verarbeitet sie, ist das zulässig. Das gehört akribisch geprüft, spätestens wenn aus der Bastelei ein Geschäftsbetrieb wird.

Warum betont ihr Transparenz beim KI-Einsatz?

Weil viele Agenturen KI-Werkzeuge einsetzen, ohne es zu kommunizieren. Uns ist es ein Anliegen, offen darzulegen, ob und wo KI in einem Projekt mitwirkt — und wo wir bewusst von Hand bauen. So weisst du als Kundin oder Kunde jederzeit, was du bekommst.

Manuel Thaler – pixelwerft GmbH

Unsicher, wie viel KI dein Projekt verträgt?

Ob klassisch von Hand, mit KI als Prüf- und Doku-Werkzeug oder als frischer MVP — wir ordnen für dich ein, was sinnvoll, sicher und tragfähig ist. Transparent, ohne Buzzword-Nebel, mit Blick auf Abhängigkeiten, Datenschutz und Sicherheit.

ahoi@pixelwerft.ch

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